Stand und Ausblick der SuedOstLink Planung 2019

Der SuedOstLink wird zwischen den geplanten Konverterstandorten Wolmirstedt (bei Magdeburg) und Isar (bei Landshut) auf ca. 534 km Länge die drei Bundesländer Sachsen-Anhalt (ca. 19t km), Freistaat Thüringen (ca. 83 km) und Freistaat Bayern (ca. 260 km) durchqueren. Er markiert die östlichste der vier großen Stromübertragungsleitungen, die nach dem Bundesbedarfsplan (BBPIG) 2012 die Bundesrepublik Deutschland als Hochspannungs - gleichstromübertragungen (HGÜ) von Norden nach Süden durchqueren sollen. Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission und TenneT TSO planen das Vorhaben mit einer Übertragungsleistung von 2 GW gemeinsam, wobei 50Hertz Transmission die Strecke durch Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortet, während TenneT TSO für die Strecke durch den Freistaat Bayern zuständig ist.

Stellungnahmen zu den Antragsunterlagen nach § 8 NABEG für den SuedOstLink

Beim SuedOstLink-Vorhaben ist der letzte Schritt auf Bundesfachplanungsebene eingeleitet worden. Im Zuge dessen haben die Vorhabenträgerinnen Tennet TSO GmbH und 50Hertz Transmission GmbH die Antragsunterlagen nach § 8 NABEG (Netzausbaubeschleunigungsgesetz) für den SuedOstLink bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingereicht. Diese wurden von der BNetzA auf Vollständigkeit überprüft und öffentlich ausgelegt.

In den Unterlagen nach § 8 NABEG haben die Vorhabenträgerinnen einen Vorschlagstrassenkorridor ermittelt, der aus ihrer Sicht das übergeordnet geringste Konfliktpotenzial zur späteren Trassenfindung bzw. -realisierung aufweist. Die BNetzA wird die eingereichten Unterlagen sowie fristgerecht eingegangene Einwendungen prüfen und vermutlich zum Ende des Jahres 2019 einen Korridor abschließend festlegen. Damit schließt die Bundesfachplanung ab. Auf Ebene der Planfeststellung erfolgt anschließend die exakte Trassierung der Erdkabel innerhalb des festgelegten Korridors. Festzuhalten ist, dass der Vorschlagstrassenkorridor für die BNetzA keine bindende Wirkung innehat und keine abschließende Entscheidung darstellt.

Im Zuge der Auslegungen und Beteiligung hat unser Berater, das Umweltplanungsbüro OECOS GmbH, in unserem Auftrag zwei Stellungnahmen für die Abschnitte C und D der Antragsunterlagen nach § 8 NABEG für den SuedOstLink verfasst. Diese enthalten planungsfachliche Einschätzungen der Unterlagen aus übergeordneter Perspektive. Die OECOS GmbH hat dabei geprüft, ob die Ermittlung und Bewertung der Raumverträglichkeit, insbesondere hinsichtlich der Umweltauswirkungen, fachlich und methodisch einwandfrei ist und der guten fachlichen Praxis der Folgenabschätzung genügt.

 

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Bündnis Hamelner Erklärung e.V. gründet Ausschuss „SuedOstLink“

Seit dem 12. März 2018 ist mit dem SuedOstLink ein weiteres Schwerpunktthema in den Fokus des Vereins Bündnis Hamelner Erklärung e.V. gerückt. Damit knüpft das Bündnis an den bereits bestehenden Ausschuss SuedLink an.

Dem frisch gegründeten Ausschuss gehören im ersten Schritt die fünf Landkreise Tirschenreuth, Hof, Schwandorf, Regensburg, Neustadt und a.d. Waldnaab sowie die Stadt Weiden an.

Den Vorsitz im Ausschuss wird Landrat Oliver Bär vom Landkreis Hof übernehmen, sein Stellvertreter ist Landrat Andreas Meier vom Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Der SuedOStLink soll wie der SuedLink als Höchstspannungs-Gleichstromleitung mit den Endpunkten Wolmirstadt und Isar verlegt werden. Die Leitung verläuft hauptsächlich in Bayern und Thüringen.

Das Verfahren weist etliche Parallelen zum SuedLink auf und wie dieser soll auch der SuedOstLink als Erdkabeltrasse ausgeführt werden.

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