Ausschuss Weserversalzung
Der Ausschuss Weserversalzung wurde am 18. Januar 2018 gegründet. Mit ihm rückte ein weiteres zentrales Themenfeld in den Fokus des Bündnis Hamelner Erklärung e. V.: die Reduzierung der Salzbelastung durch die Kali-Industrie sowie der Schutz der Gewässer von Werra und Weser.
Die Versalzung von Werra und Weser beschäftigt betroffene Landkreise, Städte und Gemeinden seit vielen Jahren. Gemeinsam mit Fischerei- und Umweltverbänden, Unternehmen sowie Bürgerinitiativen setzen sie sich für eine Verringerung der Salzabwassereinleitungen und die Einhaltung europäischer Umweltstandards ein. Der Ausschuss versteht sich dabei ausdrücklich als unterstützende Plattform und arbeitet eng mit bestehenden Initiativen und Zusammenschlüssen zusammen.
Hintergrund ist der seit über einem Jahrhundert bestehende Kali- und Salzabbau in der hessisch-thüringischen Kali-Region. Dabei entstehen große Mengen salzhaltiger Rückstände, die sowohl oberirdisch gelagert als auch über Abwässer entsorgt werden. Die Auswirkungen auf die Gewässerqualität von Werra und Weser sind bis heute erheblich.
Der Ausschuss begleitet die Entwicklungen rund um die Rückstands- und Abwasserentsorgung im regelmäßigen Austausch mit Unternehmen, Behörden und weiteren Beteiligten. Dabei wird insbesondere beobachtet, welche Fortschritte bei der Verringerung der Salzbelastung erzielt werden und wie Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität umgesetzt werden.
Die Ausschussmitglieder verfolgen das Ziel, ökologische Anforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Interessen in einen verantwortungsvollen Ausgleich zu bringen. Der Ausschuss unterstützt deshalb einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten.
Im Februar 2024 konnte zwischen K+S und dem Bündnis Hamelner Erklärung e. V. eine Vereinbarung über eine vertiefte Zusammenarbeit für die Dauer von zehn Jahren geschlossen werden. Seitdem findet ein regelmäßiger institutionalisierter Austausch über die Rückstandsentsorgung, geplante Änderungen der Entsorgungssysteme sowie den Zustand der Gewässer statt.
Die Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund erheblicher Fortschritte bei der Verringerung der Salzbelastung. So konnte K+S die Einleitung salzhaltiger Prozessabwässer in Werra und Weser von 12,1 Millionen Kubikmetern im Jahr 2006 auf 2,5 Millionen Kubikmeter im Jahr 2024 reduzieren. Für die verbleibenden Rückstände war eine Einlagerung in Springen vorgesehen, mit der perspektivisch eine vollständige Beendigung der Einleitung erreicht werden sollte. Nachdem dieses Vorhaben nicht umgesetzt werden konnte, wird nun ein neues wasserrechtliches Verfahren zur Einleitung der verbleibenden salzhaltigen Wässer erforderlich. Das Bündnis Hamelner Erklärung wird die betroffenen Landkreise und Gemeinden auch in diesem Verfahren begleiten und unterstützen.
Mitglieder Ausschuss Weserversalzung
11 Mitglieder | Stand 06/2026
- Landkreis Holzminden
- Landkreis Hildesheim
- Landkreis Nienburg
- Kreis Höxter
- Landkreis Kassel
- Landkreis Schaumburg
- Stadtwerke Rinteln
- Stadt Hameln
- Flecken Bodenfelde
- Stadt Beverungen
- Kreisstadt Höxter
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