Ausschuss Nord-West

Der Nordwesten Deutschlands ist in besonderem Maße vom Ausbau des deutschen Übertragungsnetzes betroffen. Zahlreiche Leitungen aus den Offshore-Windparks der Nordsee sollen über die Küstenregionen in die Verbrauchszentren im Binnenland geführt werden. Die betroffenen Landkreise und Kommunen stehen dadurch vor erheblichen planerischen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen.

Der Ausschuss Nord-West des Bündnis Hamelner Erklärung e. V. begleitet die betroffenen Regionen bei den unterschiedlichen Netzausbauvorhaben und vertritt ihre Interessen gegenüber Netzbetreibern, Behörden und politischen Entscheidungsträgern. Dabei stehen sowohl große Hochspannungs-Gleichstromverbindungen (HGÜ) wie NordWestLink, OstWestLink oder SuedWestLink als auch weitere HGÜ- und Drehstromvorhaben im Fokus der Ausschussarbeit.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem gesetzlich verankerten Erdkabelvorrang für HGÜ-Leitungen. Für dessen Einführung hat sich das Bündnis Hamelner Erklärung frühzeitig eingesetzt. Der Ausschuss Nord-West begleitet die aktuelle politische und fachliche Diskussion um den Erdkabelvorrang weiterhin intensiv und setzt sich für dessen Erhalt ein. Aus Sicht des Ausschusses ist der Erdkabelvorrang ein wesentlicher Beitrag zur Akzeptanz des Netzausbaus und damit auch zum Gelingen der Energiewende.

Die Ausschussarbeit umfasst darüber hinaus die fachliche und rechtliche Begleitung der einzelnen Planungs- und Genehmigungsverfahren. Aufgrund zahlreicher gesetzlicher Änderungen und neuer Netzausbauprojekte kommt der Bewertung der jeweiligen Verfahrensgrundlagen und Beteiligungsmöglichkeiten eine besondere Bedeutung zu. Ziel ist es, die Interessen der betroffenen Regionen frühzeitig in die Verfahren einzubringen und die Einhaltung fachlicher und rechtsstaatlicher Standards sicherzustellen.

HMER Karte Ausschuss Mitte-Süd

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausschussarbeit ist die Forderung nach einem angemessenen finanziellen Ausgleich für die vom Netzausbau betroffenen Regionen. Gerade im Norden und Nordwesten Deutschlands führen die hohe Dichte geplanter Leitungen und die damit verbundenen Einschränkungen zu erheblichen Belastungen für Kommunen und ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Das Bündnis Hamelner Erklärung setzt sich deshalb für moderate und dauerhaft angelegte Ausgleichszahlungen ein, damit die betroffenen Transitregionen angemessen an der mit dem Netzausbau verbundenen Wertschöpfung beteiligt werden.

Mitglieder Ausschuss Nord-West

8 Mitglieder | Stand 06/2026

  • Landkreis Ammerland
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Cuxhaven
  • Landkreis Emsland
  • Landkreis Friesland
  • Landkreis Osnabrück
  • Landkreis Wesermarsch
  • Grafschaft Bentheim

Darüber hinaus betreut der Ausschuss derzeit auch weitere Bündnis-Mitglieder im östlichen Teil Norddeutschlands:

  • Landkreis Göttingen
  • Landkreis Hildesheim
  • Landkreis Holzminden
  • Landkreis Nienburg
  • Landkreis Schaumburg

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